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Was kostet WordPress-Wartung? Preise, Leistungen, Rechenbeispiel

WordPress-Wartung kostet bei mir zwischen 79 und 249 EUR netto im Monat, als Festpreis je Installation. Was den Unterschied zwischen den Paketen macht, sind nicht die Updates, die machen alle. Es sind Backup-Takt, Monitoring-Dichte und Reaktionszeit, also genau die drei Dinge, die zählen, wenn etwas schiefgeht.

Von Dennis Theis 9 Min. Lesezeit

Taschenrechner, Stift und leeres Papier auf einem hellen Schreibtisch
Drei Pakete, Festpreis je Installation. Der Unterschied liegt im Takt, nicht im Leistungsumfang.

Was kostet WordPress-Wartung?

Professionelle WordPress-Wartung kostet bei mir 79 EUR netto im Monat für die Grundabsicherung, 149 EUR für Unternehmensseiten und 249 EUR für Shops und Portale, jeweils je Installation und ohne Stundenabrechnung. Für mehrere Installationen oder besondere Anforderungen gibt es ein individuelles Angebot.

Diese Preise gelten für Wartung im engeren Sinn: Updates, Backups, Sicherheits- und Verfügbarkeitsüberwachung, Support mit zugesagter Reaktionszeit. Inhaltliche Arbeit und Umbauten sind nicht enthalten, dazu unten mehr. Wer Angebote vergleicht, sollte genau an dieser Grenze hinsehen, denn dort entstehen die Unterschiede, die auf den ersten Blick wie Preisunterschiede aussehen.

Was in den Paketen steckt

Wartungspakete im Vergleich, Preise netto je Installation und Monat
Leistung Basis, 79 EURPremium, 149 EURBusiness, 249 EUR
Updates wöchentlich wöchentlich wöchentlich
Backup vor jedem Update zusätzlich täglich zusätzlich täglich
Sicherheitsscan monatlich wöchentlich täglich, mit Linkcheck
Verfügbarkeit Alarm ab 30 Minuten Alarm ab 10 Minuten, mit Behebung rund um die Uhr, Alarm ab 5 Minuten
Reaktionszeit werktags 24 Stunden 12 Stunden 8 Stunden
Malware-Bereinigung gegen Stundensatz inklusive inklusive
Bericht auf Anfrage monatlich monatlich, ausführlich

Die vollständigen Leistungen samt Enterprise-Stufe stehen auf der Seite zur WordPress-Wartung. Mindestlaufzeit sind 12 Monate, abgerechnet wird quartalsweise.

Was den Preis bestimmt

Bei seriösen Anbietern hängt der Preis nicht daran, wie groß die Website ist, sondern an vier Zusagen. Wer ein Angebot vergleicht, sollte diese vier nebeneinanderlegen:

  1. Reaktionszeit. Der teuerste Teil jeder Wartung ist die Verfügbarkeit von Arbeitszeit. Acht Stunden Reaktionszeit statt vierundzwanzig bedeutet, dass jemand seinen Tag umbauen muss, wenn es nötig wird. Das ist der größte Einzelposten im Preis.
  2. Backup-Takt und Aufbewahrung. Tägliche Backups mit getesteter Wiederherstellung kosten Speicher und Kontrollzeit. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist keine Absicherung, sondern eine Annahme.
  3. Monitoring-Dichte. Ein Alarm ab fünf Minuten Ausfall setzt eine Überwachung voraus, die rund um die Uhr läuft, und jemanden, der nachts darauf reagiert.
  4. Was im Ernstfall inklusive ist. Die wichtigste Frage überhaupt. Eine Malware-Bereinigung kostet einzeln 590 EUR netto. Ist sie im Paket enthalten, verschiebt das die Rechnung deutlich.

Nicht preisbestimmend ist die Anzahl der Plugins. Sie bestimmt allerdings das Risiko, und damit die Frage, welches Paket passt.

Selbst machen: die Rechnung

WordPress-Wartung ist keine Geheimwissenschaft, das meiste davon kann ein Betreiber selbst übernehmen. Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern was es kostet. Die Aufgaben je Installation und Monat:

  • Updates prüfen, einspielen, danach die Seite kontrollieren, mit Backup davor
  • Backup-Lauf kontrollieren und einmal im Quartal eine Wiederherstellung testen
  • Meldungen zu Schwachstellen der eingesetzten Plugins verfolgen
  • Verfügbarkeit überwachen und auf Ausfälle reagieren
  • PHP-Version und Hosting-Meldungen im Blick behalten

In der laufenden Betreuung von über 50 Installationen liegt der Aufwand dafür bei rund einer Stunde je Installation und Monat, wenn nichts Besonderes passiert. Rechne das mit dem Stundensatz, zu dem deine eigene Zeit oder die deines Teams zu haben ist. Bei 60 EUR die Stunde landet man in der Größenordnung des Basis-Pakets, bei 90 EUR darüber.

Die eigentliche Differenz steckt aber nicht in der Routine, sondern im Ausnahmefall. Ein fehlgeschlagenes Update an einem Freitagnachmittag, ein Plugin-Konflikt nach einem Major-Release, ein Befall: das sind die Termine, an denen Eigenleistung teuer wird, weil sie nicht planbar ist. Was du selbst sinnvoll übernehmen kannst und wo die Grenze liegt, steht im Artikel zur WordPress-Pflege in Eigenregie.

Der Posten, den fast alle übersehen

Plugin-Lizenzen. Eine gewachsene Unternehmensseite läuft typischerweise auf einer Handvoll kostenpflichtiger Erweiterungen: Inhaltsfelder, Formulare, Caching, Cookie-Verwaltung, Backups, bei mehrsprachigen Seiten die Übersetzung. Jede davon hat eine Jahreslizenz, und jede verlängert sich.

In meinen Wartungspaketen sind ACF Pro, WPML, WPForms, WP Rocket, Borlabs Cookie und UpdraftPlus Premium über Massenlizenzen ohne Aufpreis enthalten. Je nach Kombination sind das 200 bis 400 EUR im Jahr, die in der Rechnung „selbst machen gegen abgeben“ auf der anderen Seite stehen. Beim Angebotsvergleich lohnt deshalb die Frage, ob Lizenzen enthalten sind oder obendrauf kommen.

Was nicht im Wartungsvertrag steckt

Wartung hält den Bestand stabil. Alles, was die Website verändert, ist Projektarbeit, und das sollte ein Vertrag klar trennen, sonst gibt es Streit über Kleinigkeiten. Bei mir laufen diese Dinge separat:

Leistungen neben der Wartung
Leistung Was dazugehört
Hosting-Management, +15 EUR im Monat Verwaltung deines bestehenden Hostings, Ansprechpartner bei Hosting-Problemen, Optimierung der Einstellungen.
All-Inclusive Hosting, +25 EUR im Monat Komplett-Management inklusive Domain, E-Mail, Datenbank und SSL. Hosting-Gebühren separat.
Support-Stundenkontingent, 85 EUR je Stunde Für Anpassungen, Design-Änderungen und Content-Updates. Rabattierte Kontingente verfügbar.

Im Premium-Paket sind Support-Aufwände unter zwei Stunden im Monat kostenfrei, damit die kleinen Dinge nicht jedes Mal eine Rechnung erzeugen. Alles darüber läuft über ein Stundenkontingent.

Woran du ein schwaches Angebot erkennst

Sehr günstige Wartungsangebote sind nicht automatisch schlecht, sie sind meist nur etwas anderes als Wartung. Fünf Fragen klären das schnell:

  1. Wer spielt die Updates ein? Wenn WordPress sie selbst automatisch installiert und niemand danach die Seite ansieht, ist das keine Wartung, sondern eine Einstellung, die du auch kostenlos bekommst.
  2. Wo liegen die Backups und wurden sie getestet? Ein Archiv auf demselben Webspace ist bei einem Befall genauso betroffen.
  3. Was ist die zugesagte Reaktionszeit, schriftlich? „Wir melden uns schnell“ ist keine Zusage.
  4. Was passiert im Ernstfall? Also: ist die Bereinigung enthalten, und wenn nicht, was kostet sie?
  5. Bekommst du einen Nachweis? Ein monatlicher Bericht ist nicht nur Kundenbindung, er ist die Dokumentation, die du nach Art. 24 DSGVO brauchst, wenn du belegen musst, dass du dich gekümmert hast.

Wann sich kein Vertrag lohnt

Drei Fälle, in denen ich von einem Wartungsvertrag abrate:

  • Die Website steht vor dem Relaunch. Wenn in drei Monaten ohnehin etwas Neues kommt, reicht bis dahin ein Update-Durchgang und ein Backup. Das ist eine Rechnung, kein Vertrag.
  • Es ist eine reine Visitenkarte ohne Formular und ohne Daten. Fünf statische Seiten ohne personenbezogene Verarbeitung. Da genügt Aufmerksamkeit, und wenn es wirklich nur Text ist, wäre eine statische Website ohne WordPress die günstigere Antwort, weil dann die Wartung selbst entfällt.
  • Es gibt jemanden im Haus, der es macht und Zeit dafür hat. Dann ist ein Vertrag doppelt bezahlt. Sinnvoll bleibt in diesem Fall ein einmaliger Sicherheitscheck als Kontrolle von außen.

Wenn deine Website dagegen Anfragen, Bestellungen oder Termine entgegennimmt, ist die Rechnung eine andere. Dann ist der Vergleichswert nicht der Monatspreis, sondern ein Tag Ausfall.

Dennis Theis

Freiberuflicher Webentwickler aus Berlin. Schwerpunkt sind Websites, die an die Systeme angebunden sind, in denen die Daten schon liegen.

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