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Was kostet WordPress-Wartung? Preise, Leistungen, Rechenbeispiel

WordPress-Wartung kostet in Deutschland laut veröffentlichten Preislisten rund 25 bis 250 EUR netto im Monat je Website. Wo ein Angebot in dieser Spanne liegt, entscheiden nicht die Updates, die machen alle. Es sind Backup-Takt, Monitoring-Dichte und Reaktionszeit, also genau die drei Dinge, die zählen, wenn etwas schiefgeht.

Wartung Von Dennis Theis aktualisiert 12 Min. Lesezeit

Taschenrechner, Stift und leeres Papier auf einem hellen Schreibtisch
Die Spanne ist groß, weil hinter demselben Wort sehr unterschiedliche Leistungen stehen.

Was kostet WordPress-Wartung?

WordPress-Wartung kostet in Deutschland zwischen rund 25 und 250 EUR netto im Monat für eine einzelne Website. Das zeigt der Vergleich veröffentlichter Preislisten von Agenturen, Wartungsdiensten und Freelancern, Stand 30.10.2026. Am unteren Ende steht die Dresdner Webdesign-Agentur Kopf & Stift mit 25 EUR bei jährlicher Zahlung, am oberen die Agentur VCAT mit 238 EUR für ihr Business-Paket, mein eigenes Business-Paket kostet 249 EUR. Shops mit hohen Anforderungen und mehrere Installationen laufen darüber als individuelles Angebot, etwa in den Enterprise-Stufen bei VCAT und bei mir.

Die Spanne gilt für Wartung im engeren Sinn: Updates, Backups, Sicherheits- und Verfügbarkeitsüberwachung, Support mit zugesagter Reaktionszeit. Inhaltliche Arbeit und Umbauten gehören nicht dazu. Wer Angebote vergleicht, sollte genau an dieser Grenze hinsehen, denn dort entstehen die Unterschiede, die auf den ersten Blick wie Preisunterschiede aussehen.

Preise nach Anbietertyp

Vier Arten von Anbietern verkaufen WordPress-Wartung, und sie verkaufen nicht dasselbe. Die Tabelle stellt sie nebeneinander, mit den Preisen aus den Listen, die ich am 30.10.2026 geprüft habe. Wo sich keine belastbare Zahl finden ließ, steht keine.

WordPress-Wartung nach Anbietertyp, Preise netto je Website und Monat, Stand 30.10.2026
Anbietertyp Spanne Typischerweise enthalten Beispiel
Hoster, als Zusatzleistung Aufpreis auf den Hosting-Tarif, keine eigene Spanne automatische Updates von Plugins und Themes, Backups beim Hoster Raidboxes, Tarif „Fully Managed“
Spezialisierter Wartungsdienst 35 bis 89 EUR, für WooCommerce 55 bis 115 EUR Updates, externe Backups, Malware-Scans, Uptime-Monitoring, nach Paket gestaffelt WP-Wartung24
Freelancer nach Aufwand rund 90 bis 180 EUR, oder als Paket Updates mit Kontrolle danach, fester Ansprechpartner, Umfang nach Absprache meine Pakete: 79 bis 249 EUR
Agentur 25 bis 238 EUR in den geprüften Listen gestaffelte Pakete mit Bericht und Reaktionszeit, Updates je nach Paket monatlich bis täglich Kopf & Stift, VCAT

Hoster bieten Wartung als höhere Tarifstufe an. Beim Hoster Raidboxes unterscheiden sich die Tarife Starter und Fully Managed bei gleichen Serverressourcen vor allem darin, dass im zweiten Plugins und Themes automatisch aktualisiert werden und Backups 30 statt 14 Tage aufbewahrt werden, so die Preisseite des Anbieters. Ob nach dem Update jemand die Seite prüft und wer reagiert, wenn etwas bricht, steht dort nicht. Einen Betrag für den Aufpreis nenne ich nicht, weil zwei Preisseiten des Anbieters am 30.10.2026 unterschiedliche Zahlen zeigten.

Spezialisierte Wartungsdienste arbeiten mit festen Paketen für viele gleichartige Installationen. WP-Wartung24 aus Wissen verlangt laut Preisliste, gültig ab 28.01.2026, 35, 55 oder 89 EUR netto im Monat, für WooCommerce-Shops 55, 75 oder 115 EUR. Arbeit außerhalb des Pakets kostet dort 110 EUR die Stunde. Was ins Raster passt, ist damit günstig, was nicht hineinpasst, läuft über den Stundensatz.

Freelancer rechnen Wartung als Paket oder nach Aufwand. Freiberufliche Softwareentwickler im deutschsprachigen Raum verlangen laut einer Auswertung von freelancermap im Median rund 90 EUR netto die Stunde, das untere Viertel 80 EUR und weniger, das obere 100 EUR und mehr (2.337 Profile, Stand September 2026). Bei ein bis zwei Stunden Routine im Monat, wie sie auch die Agentur VCAT ihrer Kalkulation zugrunde legt, ergibt das 90 bis 180 EUR. Meine eigenen Pakete liegen mit 79 bis 249 EUR in diesem Bereich, die Details stehen weiter unten.

Agenturen staffeln am stärksten. Kopf & Stift nennt auf der eigenen Wartungsseite (Stand Oktober 2026) vier Pakete von 25 bis 124 EUR bei jährlicher und 30 bis 149 EUR bei monatlicher Zahlung, monatlich kündbar. Die Updates laufen dort je nach Paket monatlich, wöchentlich oder täglich. Der Preis folgt also vor allem dem Takt, nicht der Größe der Website.

VCAT verlangt laut Preisliste 2026 95 EUR (Small Business) oder 238 EUR (Business) im Monat, mit eigenem Hosting-Vertrag 72 und 190 EUR. Die Pakete sind mit ein bis zwei Stunden Aufwand im Monat kalkuliert, Mehraufwand wird nachberechnet. Für eine Enterprise-Stufe nennt die Liste keinen Preis.

Was kostet ein Wartungsvertrag?

Ein WordPress-Wartungsvertrag kostet so viel wie das Paket, das er festschreibt, in den geprüften Preislisten also rund 25 bis 250 EUR netto im Monat. Teurer oder günstiger wird er durch das, was neben dem Preis darin steht: Laufzeit, Kündigungsfrist und die Abrechnung von Arbeit außerhalb des Pakets. Gerade bei der Laufzeit gehen die Modelle weit auseinander.

  • Laufzeit: Kopf & Stift ist monatlich kündbar, VCAT arbeitet mit 12 Monaten Mindestlaufzeit. Bei mir sind es drei Monate, danach ist der Vertrag zum Monatsende kündbar.
  • Zahlweise: Jährliche Zahlung ist oft günstiger, bei Kopf & Stift um zwei Monatsbeiträge. Ich rechne monatlich ab, bei jährlicher Vorauszahlung 10 Prozent günstiger.
  • Arbeit außerhalb des Pakets: läuft bei WP-Wartung24, VCAT und mir über einen Stundensatz. Wichtig ist der Abrechnungstakt, bei VCAT je nach Paket 15 oder 30 Minuten.

Eine lange Laufzeit ist nicht von sich aus ein Nachteil, sie finanziert die Einrichtung von Monitoring und Backups, die am Anfang Arbeit macht. Entscheidend ist, dass schriftlich im Vertrag steht, was im Ernstfall passiert und was er kostet.

Ein Beispiel: meine Pakete

Als ein Beispiel aus dem Freelancer-Bereich: Meine Wartung kostet 79 EUR netto im Monat für die Grundabsicherung, 149 EUR für Unternehmensseiten und 249 EUR für Shops und Portale, jeweils je Installation und ohne Stundenabrechnung. Als vierte Stufe gibt es Enterprise mit individuellem Angebot, für hohe Anforderungen oder mehrere Installationen.

Wartungspakete im Vergleich, Preise netto je Installation und Monat
Leistung Basis, 79 EURPremium, 149 EURBusiness, 249 EUR
Updates wöchentlich wöchentlich wöchentlich
Backup täglich und vor jedem Update täglich und vor jedem Update täglich und vor jedem Update
Sicherheitsscan wöchentlich wöchentlich täglich, mit Linkcheck
Verfügbarkeit Alarm ab 5 Minuten Alarm ab 5 Minuten, sofortige Behebung rund um die Uhr, Alarm ab 5 Minuten
Reaktionszeit werktags 24 Stunden 12 Stunden 8 Stunden
Malware-Bereinigung gegen Stundensatz inklusive inklusive
Bericht auf Anfrage monatlich monatlich, ausführlich

Die vollständigen Leistungen samt Enterprise-Stufe stehen auf der Seite zur WordPress-Wartung.

Was den Preis bestimmt

Bei seriösen Anbietern hängt der Preis nicht daran, wie groß die Website ist, sondern an vier Zusagen. Wer ein Angebot vergleicht, sollte diese vier nebeneinanderlegen:

  1. Reaktionszeit. Der teuerste Teil jeder Wartung ist die Verfügbarkeit von Arbeitszeit. Acht Stunden Reaktionszeit statt vierundzwanzig bedeutet, dass jemand seinen Tag umbauen muss, wenn es nötig wird. Das ist der größte Einzelposten im Preis.
  2. Backup-Takt und Aufbewahrung. Tägliche Backups mit getesteter Wiederherstellung kosten Speicher und Kontrollzeit. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist keine Absicherung, sondern eine Annahme.
  3. Monitoring-Dichte. Ein Alarm ab fünf Minuten Ausfall setzt eine Überwachung voraus, die rund um die Uhr läuft, und jemanden, der nachts darauf reagiert.
  4. Was im Ernstfall inklusive ist. Die wichtigste Frage überhaupt. Eine Malware-Bereinigung kostet einzeln 590 EUR netto. Ist sie im Paket enthalten, verschiebt das die Rechnung deutlich.

Nicht preisbestimmend ist die Anzahl der Plugins. Sie bestimmt allerdings das Risiko, und damit die Frage, welches Paket passt.

Selbst machen: die Rechnung

WordPress-Wartung ist keine Geheimwissenschaft, das meiste davon kann ein Betreiber selbst übernehmen. Die Frage ist nicht, ob es geht, sondern was es kostet. Die Aufgaben je Installation und Monat:

  • Updates prüfen, einspielen, danach die Seite kontrollieren, mit Backup davor
  • Backup-Lauf kontrollieren und einmal im Quartal eine Wiederherstellung testen
  • Meldungen zu Schwachstellen der eingesetzten Plugins verfolgen
  • Verfügbarkeit überwachen und auf Ausfälle reagieren
  • PHP-Version und Hosting-Meldungen im Blick behalten

In der laufenden Betreuung von über 50 Installationen liegt der Aufwand dafür bei rund einer Stunde je Installation und Monat, wenn nichts Besonderes passiert. Rechne das mit dem Stundensatz, zu dem deine eigene Zeit oder die deines Teams zu haben ist. Bei 60 EUR die Stunde landet man in der Größenordnung des Basis-Pakets, bei 90 EUR darüber.

Die eigentliche Differenz steckt aber nicht in der Routine, sondern im Ausnahmefall. Ein fehlgeschlagenes Update an einem Freitagnachmittag, ein Plugin-Konflikt nach einem Major-Release, ein Befall: das sind die Termine, an denen Eigenleistung teuer wird, weil sie nicht planbar ist. Was du selbst sinnvoll übernehmen kannst und wo die Grenze liegt, steht im Artikel zur WordPress-Pflege in Eigenregie.

Der Posten, den fast alle übersehen

Plugin-Lizenzen. Eine gewachsene Unternehmensseite läuft typischerweise auf einer Handvoll kostenpflichtiger Erweiterungen: Inhaltsfelder, Formulare, Caching, Cookie-Verwaltung, Backups, bei mehrsprachigen Seiten die Übersetzung. Jede davon hat eine Jahreslizenz, und jede verlängert sich.

In meinen Wartungspaketen sind ACF Pro, WPML, WPForms, WP Rocket, Borlabs Cookie und UpdraftPlus Premium über Massenlizenzen ohne Aufpreis enthalten. Je nach Kombination sind das 200 bis 400 EUR im Jahr, die in der Rechnung „selbst machen gegen abgeben“ auf der anderen Seite stehen. Beim Angebotsvergleich lohnt deshalb die Frage, ob Lizenzen enthalten sind oder obendrauf kommen.

Was nicht im Wartungsvertrag steckt

Wartung hält den Bestand stabil. Alles, was die Website verändert, ist Projektarbeit, und das sollte ein Vertrag klar trennen, sonst gibt es Streit über Kleinigkeiten. Bei mir laufen diese Dinge separat:

Leistungen neben der Wartung
Leistung Was dazugehört
Hosting-Management, +15 EUR im Monat Verwaltung deines bestehenden Hostings, Ansprechpartner bei Hosting-Problemen, Optimierung der Einstellungen.
All-Inclusive Hosting, +25 EUR im Monat Komplett-Management inklusive Domain, E-Mail, Datenbank und SSL. Hosting-Gebühren separat.
Support-Stundenkontingent, 85 EUR je Stunde Für Anpassungen, Design-Änderungen und Content-Updates. Rabattierte Kontingente verfügbar.

Im Premium-Paket sind Support-Aufwände unter zwei Stunden im Monat kostenfrei, damit die kleinen Dinge nicht jedes Mal eine Rechnung erzeugen. Alles darüber läuft über ein Stundenkontingent.

Woran du ein schwaches Angebot erkennst

Sehr günstige Wartungsangebote sind nicht automatisch schlecht, sie sind meist nur etwas anderes als Wartung. Fünf Fragen klären das schnell:

  1. Wer spielt die Updates ein? Wenn WordPress sie selbst automatisch installiert und niemand danach die Seite ansieht, ist das keine Wartung, sondern eine Einstellung, die du auch kostenlos bekommst.
  2. Wo liegen die Backups und wurden sie getestet? Ein Archiv auf demselben Webspace ist bei einem Befall genauso betroffen.
  3. Was ist die zugesagte Reaktionszeit, schriftlich? „Wir melden uns schnell“ ist keine Zusage.
  4. Was passiert im Ernstfall? Also: ist die Bereinigung enthalten, und wenn nicht, was kostet sie?
  5. Bekommst du einen Nachweis? Ein monatlicher Bericht ist nicht nur Kundenbindung, er ist die Dokumentation, die du nach Art. 24 DSGVO brauchst, wenn du belegen musst, dass du dich gekümmert hast.

Wann sich kein Vertrag lohnt

Drei Fälle, in denen ich von einem Wartungsvertrag abrate:

  • Die Website steht vor dem Relaunch. Wenn in drei Monaten ohnehin etwas Neues kommt, reicht bis dahin ein Update-Durchgang und ein Backup. Das ist eine Rechnung, kein Vertrag.
  • Es ist eine reine Visitenkarte ohne Formular und ohne Daten. Fünf statische Seiten ohne personenbezogene Verarbeitung. Da genügt Aufmerksamkeit, und wenn es wirklich nur Text ist, wäre eine statische Website ohne WordPress die günstigere Antwort, weil dann die Wartung selbst entfällt.
  • Es gibt jemanden im Haus, der es macht und Zeit dafür hat. Dann ist ein Vertrag doppelt bezahlt. Sinnvoll bleibt in diesem Fall ein einmaliger Sicherheitscheck als Kontrolle von außen.

Wenn deine Website dagegen Anfragen, Bestellungen oder Termine entgegennimmt, ist die Rechnung eine andere. Dann ist der Vergleichswert nicht der Monatspreis, sondern ein Tag Ausfall.


Quellen

Alle Preise netto, abgerufen am 30.10.2026.

Dennis Theis

Freiberuflicher Webentwickler aus Berlin. Schwerpunkt sind Websites, die an die Systeme angebunden sind, in denen die Daten schon liegen.

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