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WordPress-Website pflegen: Was du als Betreiber selbst tun kannst

Eine WordPress-Website ist kein Selbstläufer. Aber nicht jede Aufgabe erfordert einen Entwickler. Hier sind 8 Dinge, die du regelmäßig selbst erledigen kannst, und klare Hinweise, wann du besser professionelle Hilfe holst.

Von Dennis Theis aktualisiert 5 Min. Lesezeit

Person arbeitet an einem Laptop mit Notizen und Kaffee

Was du selbst machen kannst

1. Inhalte aktuell halten

Das Wichtigste zuerst: Deine Inhalte. Veraltete Telefonnummern, alte Öffnungszeiten oder Mitarbeiter, die nicht mehr im Team sind. Das schadet deinem Vertrauen bei Besuchern und bei Google. Plan einen monatlichen Check:

  • Kontaktdaten noch korrekt?
  • Team-Seite aktuell?
  • Öffnungszeiten / Verfügbarkeiten stimmen?
  • Preise und Leistungen noch aktuell?
  • Gibt es abgelaufene Aktionen oder Events?

2. Neue Beiträge veröffentlichen

Regelmäßiger neuer Content signalisiert Google, dass deine Website lebt. Das muss kein Roman sein. Ein kurzer Beitrag pro Monat reicht. Themen-Ideen:

  • Häufig gestellte Fragen deiner Kunden beantworten
  • Ein abgeschlossenes Projekt vorstellen
  • Branchen-News kommentieren
  • Saisonale Tipps oder Angebote

Mit dem Gutenberg-Editor geht das schneller als du denkst.

3. Bilder vor dem Upload optimieren

Lade keine Fotos direkt von der Kamera oder dem Smartphone hoch. Ein 5-MB-Bild verlangsamt deine Website spürbar. Vor dem Upload:

  1. Größe reduzieren: Maximale Breite 2000 Pixel reicht für jede Website
  2. Komprimieren: Tools wie TinyPNG (kostenlos, im Browser) drücken Fotos aus der Kamera oft auf einen Bruchteil ihrer Dateigröße, ohne sichtbaren Qualitätsverlust
  3. Sinnvoll benennen: team-meeting-buero.jpg statt IMG_4521.jpg
  4. Alt-Text setzen: Beschreib den Bildinhalt nach dem Upload im Editor

Warum das wichtig ist, erkläre ich im Detail in meinem Artikel zu Core Web Vitals.

4. Kommentare und Spam prüfen

Falls Kommentare aktiviert sind: Prüf regelmäßig die Warteschlange unter Kommentare im Dashboard. Spam-Kommentare mit Links zu dubiosen Websites können deiner SEO schaden. Lösch diese zeitnah.

5. Kontaktformular testen

Klingt banal, wird aber oft vergessen: Schick dir selbst einmal im Monat eine Testnachricht über dein Kontaktformular. Stell sicher, dass die E-Mail ankommt und nicht im Spam-Ordner landet. Nichts ist schlimmer als verlorene Kundenanfragen.

Verlinkst du auf andere Websites? Diese können sich ändern oder offline gehen. Kostenlose Tools wie Broken Link Checker (als WordPress-Plugin oder als Online-Tool unter ahrefs.com/broken-link-checker) finden tote Links automatisch.

7. Google Search Console checken

Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt dir:

  • Für welche Suchbegriffe deine Website gefunden wird
  • Welche Seiten Fehler haben (404, Server-Probleme)
  • Ob Google deine Seiten korrekt indexiert
  • Wie schnell deine Website lädt (Core Web Vitals)

Ein Blick pro Monat genügt. Wenn du etwas Ungewöhnliches siehst (plötzlicher Traffic-Einbruch, viele neue Fehler), dann ist es Zeit für professionelle Hilfe.

8. Backup prüfen, nicht erstellen

Backups sollten automatisch laufen. Das ist Teil eines Wartungspakets. Was du selbst tun kannst: Prüf ab und zu, ob die Backups tatsächlich existieren und aktuell sind. Logg dich in dein Backup-Tool ein und schau nach dem Datum des letzten Backups.

Wann du professionelle Hilfe brauchst

Manche Aufgaben gehören nicht in die Hände von Nicht-Entwicklern. Hier ist das Risiko zu groß, etwas kaputtzumachen:

  • WordPress-Core-Updates: Besonders Major-Updates (z.B. 7.0 → 7.1) können Themes und Plugins brechen
  • Plugin-Updates: Klingt harmlos, aber ein fehlerhaftes Update kann deine Seite lahmlegen
  • PHP-Updates: Erfordern Kompatibilitätstests aller Plugins und Themes
  • Theme-Änderungen: CSS oder Template-Dateien direkt bearbeiten, nie ohne Staging
  • Malware-Bereinigung: Wenn deine Seite gehackt wurde, brauchst du einen Experten
  • Performance-Optimierung: Caching, Bildkomprimierung, Lighthouse-Score verbessern
  • SEO-Technik: Schema-Markup, Redirects, Canonical URLs, Sitemap-Konfiguration

WordPress-Wartung outsourcen oder selbst machen?

Das hängt an zwei Dingen: wie viel Zeit du hast und wie wohl du dich in der Technik fühlst. Die 8 Punkte oben sind machbar, wenn du dir 2 bis 3 Stunden pro Monat dafür blockst. Aber die technischen Aufgaben (Updates, Sicherheit, Backups, PHP-Versionen) erfordern Fachwissen und Erfahrung.

Ein professionelles Wartungspaket lohnt sich vor allem, wenn:

  • Deine Website geschäftskritisch ist (Online-Shop, Lead-Generierung, Buchungssystem)
  • Du keine IT-Abteilung hast und technische Aufgaben abgeben möchtest
  • Du Premium-Plugins nutzt, deren Lizenzen im Wartungspaket bereits enthalten sind
  • Du schnelle Hilfe brauchst, wenn etwas schiefgeht (4 bis 24 Stunden Reaktionszeit an Werktagen, je nach Paket)

Was viele nicht bedenken: Ein Hack kostet schnell 500-2.000 EUR an Bereinigungskosten, dazu kommen Umsatzausfälle und möglicherweise eine DSGVO-Meldepflicht. Regelmäßige Wartung ab 79 EUR/Monat ist dagegen eine überschaubare Investition.

Wo die Grenze sinnvollerweise verläuft

Die Aufteilung, die sich bei meinen Wartungskunden eingespielt hat, läuft entlang der Frage, was passiert, wenn etwas schiefgeht. Ein falsch formulierter Absatz ist in zwei Minuten korrigiert. Ein Update, das die Seite zerlegt, kostet einen Tag und im Zweifel das Backup von gestern. Das Erste bleibt bei dir, weil du dein Geschäft und deine Kunden besser kennst als jeder Entwickler. Das Zweite gebe ich ungern aus der Hand.


Dennis Theis

Freiberuflicher Webentwickler aus Berlin. Schwerpunkt sind Websites, die an die Systeme angebunden sind, in denen die Daten schon liegen.

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Die Technik abgeben, den Kopf frei haben

Mit meinen Wartungspaketen kümmere ich mich um Updates, Sicherheit und Performance. Du konzentrierst dich auf dein Geschäft.

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