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WordPress Update-Checkliste

Das Protokoll, mit dem sich WordPress-Updates einspielen lassen, ohne dass hinterher jemand anruft. Vorbereitung, Einordnung nach Update-Typ, Testlauf pro Website und Kontrolle nach dem Ausrollen.

Von Dennis Theis · devslab.de/wordpress-wartung

1 Vor dem Update

  • Backup gezogen und Wiederherstellungsweg bekannt

    Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Einmal testweise wiederherstellen, bevor es ernst wird.

  • Zugang zu SFTP und Datenbank griffbereit

    Bei einem Fatal Error ist das Backend nicht erreichbar. Wer dann erst Zugangsdaten sucht, verliert Stunden.

  • Core-, PHP- und Plugin-Versionen dokumentiert

    Ohne Inventar lässt sich hinterher nicht sagen, welche Änderung das Problem ausgelöst hat.

  • Lizenzstatus kommerzieller Plugins und Themes geprüft

    Ohne gültige Lizenz erscheint das Sicherheitsupdate gar nicht erst. Betrifft vor allem Themes wie Avada.

  • Staging ist ein echter Klon der Produktion

    Inklusive Daten, aller Plugins und aller Lizenzen. Eine bereinigte Staging-Umgebung testet nicht das System, das live geht.

  • Wartungsfenster kommuniziert

    Bei Shops und Buchungssystemen gehört der Zeitpunkt abgestimmt, nicht nur der Ablauf.

2 Update-Typ bestimmen

Nicht jedes Update verdient dieselbe Vorsicht. Security-Patches sofort, alles andere getestet.

Risikobewertung nach Update-Typ
Update-Typ Sofort einspielen Warten Empfehlung
Core Security-Release sehr gering sehr hoch automatisch, sofort
Core Minor gering mittel automatisch, kurze Verzögerung
Core Major hoch gering Staging, manuell, mit Abstand
Plugin Security-Fix gering hoch automatisch oder binnen 24 Stunden
Plugin Feature-Update mittel bis hoch gering gebündelt, mit Test
Theme / Page Builder hoch gering immer Staging

3 Testprotokoll, pro Website

Auf Staging durchlaufen, nicht auf Produktion. „Sieht gut aus“ ist kein Test. Der Durchlauf dauert wenige Minuten und fängt den Großteil dessen ab, was in der Praxis schiefgeht.

  • Startseite lädt mit HTTP-Status 200

    Ein Fatal Error liefert 500. Das fällt nur auf, wenn jemand hinsieht.

  • Ein Beitrag und eine Seite im Editor öffnen und speichern

    Nicht nur laden, sondern tatsächlich bearbeiten. Editor-Fehler zeigen sich erst beim Benutzen.

  • Jeden selbst gebauten Block auf einer Testseite einfügen

    Custom Blocks brechen bei Core-Updates zuerst, besonders bei Änderungen am Block-Editor.

  • Kontaktformular absenden und Zustellung prüfen

    Auch im Spam-Ordner nachsehen. Ein stumm ausgefallenes Formular fällt oft erst Wochen später auf.

  • Bei Shops: Produkt in den Warenkorb, Checkout bis zur Zahlungsauswahl

    Der Schritt, der am meisten kostet, wenn er bricht.

  • Login und Logout

    Betrifft Mitgliederbereiche, Kundenkonten und alles mit eigener Rollenlogik.

  • debug.log nach dem Durchlauf prüfen

    Deprecation-Warnungen hier sind die Fehler des nächsten Major-Releases.

4 Nach dem Ausrollen

  • Frontend auf fehlende Block-Styles geprüft

    Besonders bei Inhalten, die per AJAX oder aus externen Quellen nachgeladen werden.

  • Uptime-Monitoring aktiv und auf Statuscode konfiguriert

    Nicht nur "Server antwortet", sondern "Server antwortet mit 200".

  • Caching geleert, Cache-Plugin auf aktuellem Stand

    Caching-Plugins sind die häufigste Quelle für Fehler nach Core-Updates.

  • Ergebnis im Inventar nachgetragen

    Sonst stimmt beim nächsten Vorfall der Versionsstand nicht, auf den du dich verlässt.

Warum dieser Ablauf so aussieht

Die Begründung zu jedem Punkt, inklusive der beiden Vorfälle aus dem Sommer 2026, an denen sich zeigt, warum weder „immer sofort updaten“ noch „lieber abwarten“ funktioniert, steht in WordPress-Updates sicher ausrollen.

Konkret für das nächste große Release: die Breaking Changes in WordPress 7.1 und die Soforthilfe für den WP-Rocket-Fatal-Error, falls ein Update bereits schiefgegangen ist.

Keine Lust, das für jede Website einzeln durchzugehen?

Genau das übernehme ich in der WordPress-Wartung: Inventar über alle Installationen, Schwachstellen-Monitoring, Staging-Test und Rollback-Plan.

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