WordPress-Website pflegen: Was Sie als Betreiber selbst tun können
Eine WordPress-Website ist kein Selbstläufer. Aber nicht jede Aufgabe erfordert einen Entwickler. Hier sind 8 Dinge, die Sie regelmäßig selbst erledigen können, und klare Hinweise, wann Sie besser professionelle Hilfe holen.
Was Sie selbst machen können
1. Inhalte aktuell halten
Das Wichtigste zuerst: Ihre Inhalte. Veraltete Telefonnummern, alte Öffnungszeiten oder Mitarbeiter die nicht mehr im Team sind. Das schadet Ihrem Vertrauen bei Besuchern und bei Google. Planen Sie einen monatlichen Check:
- Kontaktdaten noch korrekt?
- Team-Seite aktuell?
- Öffnungszeiten / Verfügbarkeiten stimmen?
- Preise und Leistungen noch aktuell?
- Gibt es abgelaufene Aktionen oder Events?
2. Neue Beiträge veröffentlichen
Regelmäßiger neuer Content signalisiert Google, dass Ihre Website lebt. Das muss kein Roman sein. Ein kurzer Beitrag pro Monat reicht. Themen-Ideen:
- Häufig gestellte Fragen Ihrer Kunden beantworten
- Ein abgeschlossenes Projekt vorstellen
- Branchen-News kommentieren
- Saisonale Tipps oder Angebote
Mit dem Gutenberg-Editor geht das schneller als Sie denken.
3. Bilder vor dem Upload optimieren
Laden Sie keine Fotos direkt von der Kamera oder dem Smartphone hoch. Ein 5-MB-Bild verlangsamt Ihre Website spürbar. Vor dem Upload:
- Größe reduzieren: Maximale Breite 2000 Pixel reicht für jede Website
- Komprimieren: Tools wie TinyPNG (kostenlos, im Browser) reduzieren die Dateigröße um 60–80%
- Sinnvoll benennen:
team-meeting-buero.jpgstattIMG_4521.jpg - Alt-Text setzen: Beschreiben Sie den Bildinhalt nach dem Upload im Editor
Warum das wichtig ist, erklären wir im Detail in unserem Artikel zu Core Web Vitals.
4. Kommentare und Spam prüfen
Falls Kommentare aktiviert sind: Prüfen Sie regelmäßig die Warteschlange unter Kommentare im Dashboard. Spam-Kommentare mit Links zu dubiosen Websites können Ihrer SEO schaden. Löschen Sie diese zeitnah.
5. Kontaktformular testen
Klingt banal, wird aber oft vergessen: Senden Sie sich selbst einmal im Monat eine Testnachricht über Ihr Kontaktformular. Stellen Sie sicher, dass die E-Mail ankommt und nicht im Spam-Ordner landet. Nichts ist schlimmer als verlorene Kundenanfragen.
6. Defekte Links finden
Verlinken Sie auf andere Websites? Diese können sich ändern oder offline gehen. Kostenlose Tools wie Broken Link Checker (als WordPress-Plugin oder als Online-Tool unter ahrefs.com/broken-link-checker) finden tote Links automatisch.
7. Google Search Console checken
Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt Ihnen:
- Für welche Suchbegriffe Ihre Website gefunden wird
- Welche Seiten Fehler haben (404, Server-Probleme)
- Ob Google Ihre Seiten korrekt indexiert
- Wie schnell Ihre Website lädt (Core Web Vitals)
Ein Blick pro Monat genügt. Wenn Sie etwas Ungewöhnliches sehen (plötzlicher Traffic-Einbruch, viele neue Fehler), dann ist es Zeit für professionelle Hilfe.
8. Backup prüfen, nicht erstellen
Backups sollten automatisch laufen. Das ist Teil eines Wartungspakets. Was Sie selbst tun können: Prüfen Sie ab und zu, ob die Backups tatsächlich existieren und aktuell sind. Loggen Sie sich in Ihr Backup-Tool ein und schauen Sie nach dem Datum des letzten Backups.
Wann Sie professionelle Hilfe brauchen
Manche Aufgaben gehören nicht in die Hände von Nicht-Entwicklern. Hier ist das Risiko zu groß, etwas kaputtzumachen:
- WordPress-Core-Updates: Besonders Major-Updates (z.B. 6.5 → 6.6) können Themes und Plugins brechen
- Plugin-Updates: Klingt harmlos, aber ein fehlerhaftes Update kann Ihre Seite lahmlegen
- PHP-Updates: Erfordern Kompatibilitätstests aller Plugins und Themes
- Theme-Änderungen: CSS oder Template-Dateien direkt bearbeiten, nie ohne Staging
- Malware-Bereinigung: Wenn Ihre Seite gehackt wurde, brauchen Sie einen Experten
- Performance-Optimierung: Caching, Bildkomprimierung, Lighthouse-Score verbessern
- SEO-Technik: Schema-Markup, Redirects, Canonical URLs, Sitemap-Konfiguration
Die goldene Regel
Inhalt = Ihre Aufgabe. Technik = unsere Aufgabe. Sie kennen Ihr Geschäft, Ihre Kunden und Ihre Sprache besser als jeder Entwickler. Wir kennen die Technik, die Sicherheit und die Performance. Die besten Websites entstehen, wenn beide Seiten ihren Teil beitragen.